Gemeinsam trainieren, lernen und feiern – unser internes Capoeira-Wochenende in Ravensburg 2026
Am vergangenen Wochenende kamen Schüler und Freunde von Arte Nacional Capoeira in Ravensburg zusammen. Zwei Tage lang standen Capoeira, Musik, gemeinsames Training und vor allem eines im Mittelpunkt: der Zusammenhalt unserer Gruppe. Organisiert von Professora Dourada und Instrutora Porcelana, mit dabei waren Schüler aus Stuttgart und Ravensburg sowie langjährige Freunde und Wegbegleiter unserer Gruppe. Dazu gehörten Mestrando Soneca, CM Aviao, Professor Canhoto, Professora Artista, Formada Pérola, Instrutor Moqueca und Graduada Sereia – Menschen, die über viele Jahre eng mit Arte Nacional verbunden waren und immer wieder mit uns zusammenarbeiten.
Das Wochenende war deshalb mehr als ein gemeinsames Training. Es war eine Gelegenheit, sich wiederzusehen, voneinander zu lernen und die Verbindung innerhalb unserer Capoeira-Familie zu stärken.
Training mit Mestre Dede Troca de Corda - Valente Capoeira Roda Stimmung in der Roda Spiel - CM Aviao vs Mestrando Soneca Arte Nacional in Action Gruppenbild Workshop Teilnehmer ANC Ravensburg 2026 Lehrer von Arte Nacional mit CM Aviao und Professor Canhoto Jam Session am Stillen Bach
Samstag: Capoeira, Musik und gemeinsames Lernen
Der Samstag begann mit einem abwechslungsreichen Trainingsprogramm, bei dem verschiedene Aspekte der Capoeira im Mittelpunkt standen.
Functional Capoeira mit Professor Canhoto
Den Auftakt machte Professor Canhoto mit einer Einheit „Functional Capoeira“. Dabei ging es darum, Capoeira-Bewegungen mit funktionellem Training zu verbinden und den Körper gezielt auf die Anforderungen der Capoeira vorzubereiten.
Kraft, Beweglichkeit, Koordination und Körperkontrolle sind wichtige Grundlagen für eine gute Capoeira.
Capoeira-Technik mit Mestre Dedé
Anschließend übernahm Mestre Dedé das Training. Im Mittelpunkt stand die Capoeira-Technik und die Weiterentwicklung der eigenen Bewegung.
Dabei wurde deutlich, wie viel Erfahrung und Wissen Mestre Dedé über viele Jahrzehnte Capoeira gesammelt hat und wie wertvoll es ist, dieses Wissen direkt im Training weiterzugeben.
Berimbau mit Professor Raj
Ein weiterer Schwerpunkt war das Berimbau. Professor Raj arbeitete mit den Teilnehmern an den Grundlagen des Instruments und an seinem Einsatz in der Roda. Dabei ging es nicht nur darum, einfach einen Capoeira Toce zu lernen, sondern wirklich das das Instrument zu verstehen und zu beherrschen.
Atabaque mit Mestre Batata
Parallel dazu beschäftigte sich eine weitere Gruppe mit der Atabaque. Mestre Batata vermittelte dabei die Grundlagen des Instruments und seinen Platz innerhalb der Musik der Roda.
So konnten die Teilnehmer verschiedene Instrumente kennenlernen und gleichzeitig erleben, wie wichtig das Zusammenspiel für die Musik der Capoeira ist.
Die Musik von Arte Nacional mit Mestre Dedé
Nach den Einheiten am Berimbau und an der Atabaque kamen schließlich alle Teilnehmer gemeinsam mit Mestre Dedé zusammen, um sich intensiv mit der Musik der Capoeira zu beschäftigen.
Dabei ging es um mehr als nur darum, einzelne Lieder zu lernen. Ein wichtiger Teil war die spezifische musikalische Tradition von Arte Nacional: Wie werden die verschiedenen Instrumente in unserer Gruppe gespielt? Welche Rhythmen und Lieder gehören zusammen? Welche Lieder werden in welchen Situationen verwendet?
Mestre Dedé konnte dabei nicht nur musikalisches Wissen vermitteln, sondern auch erklären, wie sich über die Jahre eine eigene Art entwickelt hat, die Musik innerhalb von Arte Nacional zu gestalten.
Für viele Teilnehmer war dies eine besondere Gelegenheit, die musikalische Identität unserer Gruppe noch besser kennenzulernen und weiterzugeben. Mehr Infos zur Tradition von Arte Nacional findet Ihr hier: https://www.artenacional.de/capoeiraabout
Capoeira-Technik mit Mestre Batata
Mestre Batata leitete außerdem eine weitere Einheit zur Capoeira-Technik.
Durch die unterschiedlichen Trainings bei Professor Ganhoto, Mestre Dedé und Mestre Batata konnten die Teilnehmer verschiedene Perspektiven und Trainingsansätze kennenlernen.
Die Roda – wo alles zusammenkommt
Natürlich durfte bei einem Capoeira-Wochenende eine Roda nicht fehlen.
Nach dem Training konnten die Teilnehmer das Gelernte direkt anwenden. Bewegung, Musik, Rhythmus und Gesang kamen zusammen – genau das, was Capoeira ausmacht.
Besonders schön war dabei die Mischung aus Schülern aus Stuttgart und Ravensburg sowie unseren langjährigen Freunden. Unterschiedliche Generationen und Erfahrungsstufen trafen in der Roda aufeinander.
Ein besonderer Moment: Gürtelwechsel
Ein weiterer Höhepunkt des Samstags war der Gürtelwechsel von drei Schülern aus Stuttgart.
Ein Gürtelwechsel steht dabei nicht einfach für eine neue Graduierung. Er erinnert auch daran, welchen Weg ein Schüler bereits zurückgelegt hat – und daran, dass Capoeira eine langfristige Entwicklung ist.
Solche Momente gemeinsam als Gruppe zu erleben, macht sie besonders.
Mehr als Training: Geschichten und Erinnerungen
Ein wichtiger Teil des Wochenendes fand abseits der Trainingsfläche statt.
Beim gemeinsamen Essen, beim Grillen und bei vielen Gesprächen entstand Zeit für den persönlichen Austausch zwischen Schülern und Lehrern.
Dabei gab es auch die Möglichkeit, mehr über Mestre Dedés Jugend in Olinda und seine Zeit in São Paulo zu erfahren.
Solche persönlichen Geschichten sind ein wichtiger Teil der Capoeira-Tradition. Sie zeigen, dass Capoeira nicht nur aus Bewegungen und Techniken besteht, sondern aus Menschen, ihren Erfahrungen und den Verbindungen, die über viele Jahre entstehen.
Gemeinsames Grillen am Abend
Nach einem intensiven Trainingstag wurde es am Abend gemütlicher.
Beim gemeinsamen Grillen saßen Schüler, Lehrer und Freunde zusammen, tauschten sich aus und ließen den Tag Revue passieren.
Gerade diese Momente sind für den Zusammenhalt einer Gruppe genauso wichtig wie das Training selbst.
Man lernt sich außerhalb der Roda noch einmal von einer anderen Seite kennen, spricht über Capoeira, das Leben und gemeinsame Erfahrungen – und schafft Erinnerungen, die über das eigentliche Wochenende hinaus bestehen bleiben.
Sonntag: Gemeinsam unterwegs und gemeinsam musizieren
Am Sonntag ging das gemeinsame Wochenende etwas ruhiger weiter.
Bei einer gemeinsamen Wanderung am Stillen Bach konnten die Teilnehmer Zeit miteinander verbringen und die Natur genießen.
Nach dem intensiven Samstag stand dabei nicht die sportliche Leistung im Vordergrund, sondern das gemeinsame Erleben.
Natürlich durfte auch am Sonntag die Musik nicht fehlen. Gemeinsam wurde musiziert und die Instrumente wurden wieder ausgepackt.
So wurde aus dem Wochenende eine Mischung aus Training, Musik, Natur, Austausch und Gemeinschaft.
Ein Wochenende, das verbindet
Unser internes Wochenende in Ravensburg hat einmal mehr gezeigt, was eine Capoeira-Gruppe ausmacht.
Es geht nicht nur darum, neue Bewegungen zu lernen oder die eigene Technik zu verbessern. Es geht darum, Wissen weiterzugeben, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und Beziehungen zu pflegen.
Dass Schüler aus Stuttgart und Ravensburg gemeinsam trainieren konnten und gleichzeitig langjährige Freunde und Wegbegleiter dabei waren, machte dieses Wochenende besonders.
Capoeira verbindet Menschen über Städte, Generationen und unterschiedliche Lebenswege hinweg.
Und manchmal braucht es dafür einfach ein gemeinsames Wochenende, eine Roda, ein Berimbau, gutes Essen und viele Gespräche.
Obrigado a todos que fizeram parte desse fim de semana!



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